In Oban angekommen, hat es wie erwartet geregnet, denn die Steward Island ist mit 275 Regentagen pro Jahr der Ort mit der zweithoechsten Niederschlagsmenge der Welt.
Unser Wanderziel war ein sechstaegiger Treck zur Mason Bay, um dort Kiwis zu sehen, und wieder zurueck. Nachdem wir uns auf dem DOC (Department of Conservation) Office mit den Tickets fuer die Huetten eingedeckt hatten, starteten wir den ersten Abschnitt zur North Arm Hut durch den Regen - Wald. Total durchnaesst angekommen, waren wir froh, uns und die Klamotten am Ofenfeuer trocknen zu koennen - oder es zu versuchen.
Am zweiten Tag sollte das Wetter schoen sein, und dies hat zugetroffen (= Wolken und kaum Regen). Die Leute vom DOC haben uns vor diesem Weg gewarnt und abgeraten. 11 km sollten etwa 6-7 Std. Wanderzeit beanspruchen. Nach einer halben Stunde zweigte der Weg vom Great Walk ab, auf einen schmalen, ungepflegten Pfad in den tiefen, einsamen Regenwald, fern von jeglicher Zivilisation. Wir haben auf dem ganzen Weg niemanden getroffen. Der Pfad fuehrte uns durch knietiefe Schlammabschnitte und extrem steile und glitschige Kletterpassagen rauf und runter und manchmal mussten wir sogar in einem Bach ein Stueck des Weges zuruecklegen, erschwert von Baeumen und Aesten, die uns den Weg versperrten. Als wir nach sieben Stunden die 11 km voellig erschoepft gemeistert hatten, waren bereits zwei Maenner, die von der Mason Bay hergekommen sind, in der Huette am Wein trinken. Sabrina hatte starke Schmerzen im Knie und uns war klar, dass wir diesen Abschnitt nicht noch einmal gehen wollten. Die Maenner in der Huette haben uns erzaehlt, dass sie das Wassertaxi nach Oban nehmen werden. So entschieden wir, auf dem Rueckweg dasselbe zu tun.
Der dritte Tag unseres Trecks war leicht zu bewaeltigen, abgesehen von den Schmerzen im Knie. Die 15 km, die wir zu gehen hatten, waren ohne jegliche Steigung. Doch ein weiteres Hindernis erwartete uns hier: Immer wieder mussten wir durch knietiefe Pfuetzen oder Weier waten, kein Weg fuehrte drum herum. Eine lange Strecke des Weges fuehrte durch Sumpfgebiet, wo gluecklicherweise ein schmaler Holzsteg errichtet wurde. Nach gut 4.5 Stunden erreichten wir unser Endziel, die Mason Bay. 15 min der Huette entfehrnt stand das Haus der Rangerin, welche uns Einiges ueber Natur und Geschichte des Ortes erzaehlen konnte.
Abends machten wir uns zusammen mit Jacque, einem leiben Franzosen, auf die Kiwisuche. Das Wahrzeichen Neuseelands, der flugunfaehige, nachtaktive Vogel ist sehr selten und kann ausser auf Steward Island kaum gesichtet werden. An diesem Abend hatten auch wir leider kein Glueck und versuchten es fruehmorgens des folgenden Tages wieder.
Geweckt wurden wir von Jacque, der seinerseits von einem Guide geweckt wurde. Der Grund war, dass gute 5 m neben der Huette ein Kiwi entdeckt wurde. Ganz verschlafen und noch halb am Traeumen schlichen wir zum Kiwi hin und waren uebergluecklich. Den Rest des Morgens verbrachten wir mit erneuter erfolgloser Kiwisuche. Als wir um ca. 9 Uhr zum Haus der Rangerin spazierten und miteinander plapperten, begegneten wir drei DOC Arbeitern, die uns sogleich sagten: "Pssst, there is a kiwi behind you!!!" Und tatsaechlich war uns dieser Kiwi einige Meter gefolgt, ohne dass wir es bemerkt haetten. Der Anblick dieser puscheligen, lustigen Tiere, bringt einen schoen zum Schmunzeln. Zuerst trottete er um unsere Fuesse herum auf der Suche nach Insekten. Kiwis sehen sehr schlecht und dieser hat uns wahrscheinlich gar nicht bemerkt. Schliesslich rannte er den Weg hoch, was nun wircklich zum schreien aussieht. In diesem Moment hat Sabrina einen zweiten Kiwi entdeckt, der seinerseits auch um unsere Beine herum schlich und dann im Busch entkam. Da Kiwis sehr selten sind, hat uns dieses Erlebnis tief beeindruckt.
Am naechsten Tag sind wir ueber den Sumpf zurueck zur Freshwater Hut gewandert, diesmal in 3,5 Std. Dort holte uns am Abend das Wassertaxi ab und fuehrte uns zurueck in die Zivilisation. Dort erwartete uns eine schoene Ueberraschung: Die Baeume waren erfuellt vom Geschrei und Gefloete der hiesigen Papageien, den Kakas. Diese Voegel hat Roman sogleich ins Herz geschlossen.
Der folgende Tag verbrachten wir auf der nahe gelegenen Ulva Island. Diese kleine Insel ist ein Naturreservat, frei von Ratten, Katzen und Hirschen, wo sich Touris ein Bild von Neuseeland aus der Vorkonlonialzeit machen koennen. Sehr beeindruckend, wie zutraulich die Voegel sind und wie vielfaeltig der Wald ist.
I benide öich fasch e chli fürs kiwi erläbnis.
AntwortenLöschenmi heis nie ir natur gseh.
e liebe gruss us em sibenedrissgi
easy . rOMan .-)
AntwortenLöschenwenn es viel zu lesen gibt . bleibt manNchmal das schreiben auf der strecke !!!
ausserdem kannst du es ja auch als tagebuch für euch selber betrachten . dann brauchts gar keine leser ,-)
aber he . WO bleibt das bild eines kiwis ?
hop . ab in die büsche und *fötele* ...
peace
u.r.s. josé *13:20 peace ART.ist*
Dear Urs
AntwortenLöschenDer Kiwi ist auf dem untersten Bild dieses Post zu sehen. ziemlich gross, jedoch ist er gut getarnt.
wenn du ihn immer noch nicht siehst, klicke auf das Bild um es gross zu sehen. ist eigentlich gut sichtbar ;-)
hey ihr two travellers
AntwortenLöschenwas würd ich wohl derfür ghä, öich schnäll cho bsueche ;) chume mir oft vor, als hättme mir mini flügel abgschnitte :( *sniff*
aber öi bloggiträg und föteli löh mis härz höcher schloh und wird sicher au mal wieder go reise und sicher au mal in neuseeland trävele!!!
dänke viel a öich... tauchet au mal für mich is meer i, i nature und freiheit vom travellerlife ;)
love & kiss
claudi***
Das Ding das aussieht wie eine Ratte muss dann wohl der Kiwi sein. Leider kann man das Foto (im Gegensatz zu den andern) nicht grösser machen.
AntwortenLöschenDas Winterthurer Kino heisst übrigens Kiwi.
Kaka - der Name passt irgenwie zu Roman, haha!
Wünsche euch noch eine schöne Reise, bis zum nächsten Post!
Wundervoll, spannend geschrieben und schön dokumentiert!Freue mich schon aufs nächste!
AntwortenLöschenHerzgruss
Kathrina/Ma
Und ich dachte immer, Kiwi sei eine Frucht... :-)
AntwortenLöschen*hihi* das ist echt klasse das ihr den kiwi gesehen habt *beneid* und ich hoffe ihr gebt nicht auf, selbst wenn keiner ein kommentar schreibt, dann schreibt einfach weiter fuer euch und eure kinder. die haben dann was witziges zu lesen (sollten eure handgeschriebenen tagebucheintraege verwaschen)
AntwortenLöschenich wuensche euch eine zauberhafte und wunderbare zeit, mit weiterhin vielen erlebnissen und erkenntnissen und wir rocken dann in deutschland bzw wohl besser in der schweiz wieder! ich freue mich jetzt schon auf euch und *donuts* hahahahaha
HAB EUCH FESTE LIEB
eure sarah
Besser über Nacht versumpfen - als im Sumpf übernachten.
AntwortenLöschenWirf deinen Wanderstab nicht fort,
AntwortenLöschenehe du aus dem Sumpf heraus bist.
Hoi Zäme,super,mega eifach dr Hammer.Gniessets und witer so.Kiss and Hug Makro
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